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19 Kapitel

Risikohinweis und rechtliche Informationen zum Podcast

Der Podcast enthält einen standardmäßigen Risikohinweis, der die Zuhörer darauf aufmerksam macht, dass die Inhalte lediglich zur Information dienen und keine Anlageberatung oder Kaufempfehlung darstellen.

  • Der Podcast enthält einen Risikohinweis, der klarstellt, dass alle Inhalte ausschließlich der allgemeinen Information dienen.
  • Die präsentierten Informationen werden ohne Gewähr bereitgestellt.
  • Es wird explizit darauf hingewiesen, dass keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen für Finanzinstrumente oder Kryptowährungen gegeben werden.
  • Die Podcast-Hosts und Gäste können Positionen in den besprochenen Finanzinstrumenten oder Kryptowährungen halten.
  • Es wird betont, dass es sich nicht um Anlageberatung handelt und Hörer ihre eigenen Investitionsentscheidungen treffen müssen.
0:00

Erste Eindrücke: Christopher May als vertrauenswürdiger Custodian für Krypto-Assets

Christopher May von Finoa wird als vertrauenswürdiger Custodian für digitale Assets vorgestellt, der durch seine Expertise im Blockchain-Ökosystem und seine Unternehmensgeschichte überzeugt.

  • Christopher May wird als vertrauenswürdiger und kompetenter Custodian für digitale Assets beschrieben.
  • Finoa fokussiert sich auf die sichere Verwahrung von digitalen Assets speziell für institutionelle Kunden.
  • Christopher May überzeugt durch seine ruhige, gelassene Art und hohe Intelligenz.
  • Christopher May kam ursprünglich von der Beratungsfirma McKinsey, bevor er Finoa gründete.
  • Die Episode enthält detaillierte Einblicke in verschiedene Blockchain-Ökosysteme und Use Cases.
1:04

Finoa Standorte: Headquarters in Berlin und Tech-Hub in Porto

Finoa hat seinen Hauptsitz in Berlin und einen Tech-Hub in Porto, wobei der Standort in Portugal als günstige und technisch geprägte Lokalität mit Potenzial für Talentrekrutierung gewählt wurde.

  • Finoa hat sein Hauptquartier in Berlin.
  • Ein zweites Büro befindet sich in Porto, Portugal, wo hauptsächlich Tech und Produkt angesiedelt sind.
  • Die Niederlassung in Porto entstand durch die Einstellung eines ehemaligen CPO von Nuri.
  • Das Porto-Büro wuchs innerhalb kurzer Zeit auf 12-13 Mitarbeiter an.
  • Porto wurde als Standort gewählt, da die Stadt günstiger als Lissabon ist und über viele technische Hochschulen verfügt.
  • Der Krypto-Wettbewerber Anchorage aus den USA unterhält ebenfalls ein Büro in Porto.
  • Die Mitarbeiter von Finoa sind hauptsächlich auf die beiden Standorte Berlin und Porto verteilt, mit einigen remote arbeitenden Mitarbeitern.
2:10

Portugals Krypto-Regulierung: Änderungen bei Steuerrichtlinien und Auswirkungen

Portugal erlebt signifikante Veränderungen in der Krypto-Regulierung, die potenzielle steuerliche Verschärfungen und mögliche Abwanderung von Unternehmen und Fachkräften implizieren, wobei die Zukunft des Standorts zwischen Anziehungskraft und Herausforderungen für das Krypto-Ökosystem oszilliert.

  • Portugal hatte bisher sehr krypto-freundliche Steuerrichtlinien, die nun verschärft werden.
  • Lissabon und der Süden Portugals haben besonders stark von der Pandemie und der Krypto-Steuerbefreiung profitiert.
  • Mit dem Wegfall der Steuervorteile wird erwartet, dass einige Krypto-Unternehmer in andere Standorte wie Dubai oder Zypern umziehen werden.
  • Lissabon bemüht sich aktiv darum, ein nachhaltiges Krypto-Ökosystem aufzubauen.
  • Porto wird als eher nationale portugiesische Stadt beschrieben, die weniger vom Krypto-Boom betroffen ist als Lissabon.
  • Die Nachhaltigkeit des portugiesischen Krypto-Ökosystems hängt davon ab, ob neue Startups gegründet werden und Venture Capital Fonds sich dort ansiedeln.
3:57

Von McKinsey zu Krypto: Die Gründungsgeschichte von Finoa

Die ehemaligen McKinsey-Berater Christopher May und Henrik Gebbing gründeten 2018 Finoa, um institutionellen Investoren eine sichere und umfassende Management-Plattform für Krypto-Assets zu bieten, basierend auf ihren persönlichen Erfahrungen und dem Bedarf an professionellen Custody-Lösungen im Kryptomarkt.

  • Christopher May begann seine Karriere mit einer Bankausbildung und startete im Januar 2017 mit Krypto-Investments.
  • May und sein McKinsey-Kollege Henrik Gebbing investierten während des ICO-Booms 2017 intensiv in verschiedene Token.
  • Ende 2017 verwaltete May ein Portfolio von 80-85 verschiedenen Tokens, die über 16-17 verschiedene Accounts und Wallets verteilt waren.
  • Beide Gründer trafen sich während ihres MBA-Studiums an der IE Business School in Madrid wieder und entwickelten dort die Geschäftsidee für Finoa.
  • Die Gründungsidee entstand aus persönlichen Erfahrungen mit verlorenen Private Keys und der komplexen Verwaltung verschiedener Krypto-Wallets.
  • 2018 wurde Finoa mit Fokus auf institutionelle Kunden gegründet, da damals nur 15% aller Krypto-Tokens von Institutionen gehalten wurden - im Gegensatz zu 85-90% bei traditionellen Assets.
  • Die Gründer entschieden sich zunächst für den Fokus auf Custody-Services, da Sicherheit als wichtigster Aspekt für institutionelle Investoren identifiziert wurde.
5:49

Vertrauensaufbau als Custody-Anbieter: Erste Kunden und Markteintritt

Der Custody-Bereich in der Kryptowährungsbranche stellt Unternehmen vor die Herausforderung, Vertrauen bei Kunden aufzubauen, wobei die Überzeugungsarbeit durch persönliche Präsenz, technische Transparenz und regulatorische Compliance entscheidend für den Markteintritt und die Kundengewinnung ist.

  • In der Anfangsphase von Finoa mussten die Gründer Christopher May und Henrik Gebbing persönlich Vertrauen bei potenziellen Kunden aufbauen durch intensive Reisetätigkeit und persönliche Gespräche im Jahr 2019.
  • Das technische Selling war zu Beginn besonders wichtig - die Gründer mussten detailliert erklären, wie die Verwahrung der privaten Schlüssel in Hardware Security Modulen funktioniert und welche Sicherheitsmaßnahmen bei verschiedenen Szenarien greifen.
  • Nach den ersten erfolgreichen Kundenakquisen entwickelte sich ein Referral-System, bei dem bestehende Kunden neue Kunden empfahlen.
  • 2021/2022 verlagerte sich der Fokus vom rein technischen Selling hin zu Brand und Reputation als wichtige Vertrauensfaktoren.
  • Nach den Krisen von Terra, Celsius, BlockFi, FTX und Genesis rückten Themen wie Operational Security Governance, segregierte Wallets und Bilanzierung in den Vordergrund der Kundenbedenken.
  • Finoa verwahrt nicht direkt die Krypto-Assets (die on-chain liegen), sondern den Zugang zum Vermögen über Private Keys mittels einer eigenen Warmwallet-Technologie.
13:33

Technische Details der Custody-Lösung: Von Bunker-Storage zu digitaler Verwahrung

Die Custody-Lösung im Kryptobereich beschreibt die sichere Verwahrung privater Schlüssel durch spezialisierte Anbieter, wobei der Zugriff und die Kontrolle ausschließlich beim Kunden liegen und sich grundlegend von traditionellen Bankschließfach-Modellen durch die Transparenz der Blockchain unterscheidet.

  • In den Jahren 2017/2018 wurden private Keys teilweise physisch in Schweizer Bunkern verwahrt.
  • Custody im Kryptobereich bedeutet die Verwahrung des privaten Schlüssels, nicht des Assets selbst.
  • Finoa bietet eine technische Lösung zur Verwahrung des privaten Schlüssels an, bei der weder Finoa noch der Kunde den privaten Schlüssel direkt kennt.
  • Die Custody-Lösung von Finoa funktioniert wie ein Online-Banking-System mit Login, wo Kunden ihre Bestände einsehen und damit interagieren können.
  • Die Lösung steht sowohl als Web-Interface als auch als API für größere institutionelle Kunden zur Verfügung.
  • Es existiert ein regulatorisch abgesicherter Recovery-Mechanismus mit Anwälten und Notaren für den Fall eines Hardware-Ausfalls.
  • Die Blockchain macht Custody-Lösungen transparenter als klassische Bankschließfächer, da die Inhalte öffentlich einsehbar sind.
20:09

Finoas Geschäftsmodell und regulatorische Anforderungen der BaFin

Finoa ist ein regulierter Krypto-Custody-Anbieter, der sich durch seinen lizenzierten Status, technologische Infrastruktur und segregierte Kundenwallets von traditionellen Kryptobörsen unterscheidet, wobei das Unternehmen eine enge Zusammenarbeit mit der BaFin anstrebt und über die reine Verwahrung hinaus weitere Lizenzen für digitale Finanzdienstleistungen anstrebt.

  • Das Krypto-Custody-Gesetz trat am 1. Januar 2020 in Deutschland in Kraft und verlangt eine Lizenz für die Verwahrung von privaten Schlüsseln.
  • Finoa arbeitet aktuell mit einer vorläufigen Lizenz nach §64y und hat zusätzlich Anträge für zwei weitere Lizenzen gestellt, darunter die Anlagevermittlung (Broker-Dealer-Lizenz).
  • Im Gegensatz zu Retail-Kryptobörsen wie Coinbase verwendet Finoa segregierte Wallets statt Omnibus-Accounts, wodurch die Vermögenswerte rechtlich im Besitz der Kunden bleiben.
  • Aktuell haben nur vier Unternehmen in Deutschland die vollständige Krypto-Custody-Lizenz erhalten.
  • Die BaFin prüft nach den Vorfällen von 2022 sowie Wirecard und Greensill die Unternehmen besonders gründlich.
  • Der deutsche Regulierungsansatz unterscheidet sich von den USA durch frühe, proaktive Regulierung in Zusammenarbeit mit der Industrie, statt nachträglicher Bestrafung.
  • Auf EU-Ebene findet mit MiCA eine Harmonisierung der Krypto-Regulierung statt.
26:10

Von Custody zur Digital Asset Management Plattform: Finoas Produktentwicklung

Finoa entwickelte sich von einer reinen Custody-Lösung zu einer umfassenden Digital Asset Management Plattform, die Kunden einen gezielten und kontrollierten Zugang zum Web3- und DeFi-Ökosystem ermöglicht, wobei der Fokus auf Regulierung, Staking und der Erweiterung von Nutzungsmöglichkeiten für digitale Assets liegt.

  • Finoa startete 2019 mit einem einfachen Bitcoin- und Ethereum-Custody-Produkt, bei dem Kunden Assets ein- und auszahlen konnten.
  • Im Jahr 2020 erweiterte Finoa die unterstützten Token massiv und führte Staking über Drittanbieter wie Figment, Chorus One und Blockdaemon ein.
  • Anfang 2022 gründete Finoa die Tochtergesellschaft Finoa Consensus Services, um eigene Staking-Validatoren zu betreiben und Custody und Staking aus einer Hand anzubieten.
  • 85 Prozent der bei Finoa verwahrten Tokens sind aktuell gestaked.
  • Finoa plant die Einführung eines Trading-Produkts in Zusammenarbeit mit der DLT Finance aus Frankfurt nach Erhalt der Anlagevermittlungslizenz.
  • Jeder Finoa-Kunde erhält ein eigenes Wallet mit eigenem privaten Schlüssel für jedes Netzwerk und Protokoll.
  • Für Frühjahr/Sommer plant Finoa ein Produkt, das Investoren die Interaktion mit permissioned dezentralen Applikationen ermöglicht, darunter Lending und dezentrale Exchanges.
  • Nach Prüfung verschiedener Lending-Anbieter wie Celsius und BlockFi entschied sich Finoa Anfang 2022 gegen eine Integration von Lending-Produkten.
33:58

Zielgruppe und Mindestanlagesummen: Finoas Fokus auf institutionelle Kunden

Finoa konzentriert sich primär auf institutionelle B2B-Kunden mit hohen Vermögenswerten, wobei der Fokus auf internationalen Investoren wie Krypto-Venture-Capital-Firmen und Hedge-Fonds liegt, mit einer Orientierung bei Investitionen um 100.000 Euro.

  • Der durchschnittliche Finoa-Kunde hat Vermögenswerte im hohen einstelligen Millionenbereich.
  • Finoa hat keinen festen Mindestbetrag, empfiehlt aber mindestens 100.000 Euro in Tokenwert.
  • Finoa akzeptiert auch Privatkunden mit Potenzial, fokussiert sich aber klar auf institutionelle Investoren.
  • Vermögende Privatkunden bei Finoa unterliegen strengen Sicherheitsanforderungen, wie mehrfache Signaturpflicht bei Transaktionen.
  • 92 Prozent der verwalteten Vermögenswerte kommen von außerhalb der DACH-Region.
  • Die Hauptkundschaft besteht aus Krypto VCs, Krypto Hedge Funds und Web3/Krypto-Projekt-Foundations mit Treasury-Beständen.
43:37

Finoas Unternehmenszahlen: Mitarbeiter, Kunden und Funding

Finoa ist ein Krypto-Startup, das von 135 auf aktuell 86 Mitarbeiter geschrumpft ist, über 300 Kunden bedient und mehrere Finanzierungsrunden mit insgesamt rund 22 Millionen Euro durchgeführt hat, wobei das Unternehmen trotz Marktturbulenzen eine stabile Positionierung im institutionellen Krypto-Segment anstrebt.

  • Finoa beschäftigt aktuell 86 Vollzeitmitarbeiter, nach einem Rückgang von 135 Mitarbeitern Anfang 2022.
  • Das Unternehmen musste zwei Personalkürzungen vornehmen - eine im Mai 2022 und eine weitere nach dem FTX-Zusammenbruch.
  • Finoa wuchs von 17 Mitarbeitern Ende 2020 auf 78 Mitarbeiter Ende 2021.
  • Finoa hat über 300 Kunden, wovon etwa 200 als aktive Zielkunden eingestuft werden.
  • Das Unternehmen erhielt in einer Seed-Runde mit Coparion und Venture Stars 2,2 Millionen Euro Funding.
  • In der Series A-Runde mit Balderton wurden 18,7 Millionen Euro (22 Millionen Dollar) eingesammelt.
  • Ende 2022 wurde eine interne Finanzierungsrunde zur Stärkung des Eigenkapitals durchgeführt.
  • Finoa verwaltete auf dem Höhepunkt 2022 über 7 Milliarden Euro an Assets under Custody.
47:03

Entwicklung des Custody-Marktes und Wettbewerbslandschaft

Der Custody-Markt für Kryptowährungen entwickelt sich dynamisch, wobei sich Anbieter wie Finoa zunehmend auf professionelle Investoren und komplexere Dienstleistungen konzentrieren, die über reine Verwahrung hinausgehen und zusätzliche Produkte wie Staking und DeFi-Angebote umfassen.

  • Custody-Anbieter haben sich seit 2017-2019 in verschiedene Richtungen entwickelt, wobei einige wie Fireblocks und Tango zu reinen Tech-Providern geworden sind.
  • Coinbase dominiert als größter Anbieter den Markt für einfache Bitcoin-Custody aufgrund ihrer starken Bilanz.
  • Spezialisierte Anbieter wie Anchorage, Finoa und Copper fokussieren sich auf professionelle Investoren mit komplexeren Anforderungen wie Smart Contract Integration und Staking.
  • Der institutionelle Custody-Markt teilt sich in reine Verwahrer, Trading-Venue-Anbieter mit Custody-Service und Tech-Provider.
  • Es entwickelt sich ein Trend in Richtung Self-Custody, wobei große Institutionen wie Hedgefonds zunehmend reine Tech-Lösungen mit eigenen Operations nutzen.
  • Die Mehrheit der institutionellen Investoren wird weiterhin externe Custody-Dienste nutzen, da sie sich auf Investmententscheidungen statt Operations fokussieren wollen.
53:01

Blockchain-Trends und Ökosystem-Entwicklungen aus Finoas Perspektive

Finoa beobachtet als Krypto-Dienstleister frühzeitig Blockchain-Trends durch enge Zusammenarbeit mit Venture-Capital-Firmen und fokussiert sich auf dynamische Ökosysteme wie Cosmos, Ethereum und aufstrebende Layer-2-Lösungen, wobei das Unternehmen besonders die Entwicklung neuer Token und Investitionsstrategien im Blick hat.

  • Finoa arbeitet eng mit Krypto-VCs zusammen und erhält dadurch frühen Einblick in neue Token-Launches und Blockchain-Trends.
  • Finoas Kunden fungieren als Salesmannschaft, indem sie Protokolle aktiv auffordern, ihre Token bei Finoa zu integrieren.
  • Das Cosmos-Ökosystem hat sich seit Ende 2021 von einem retail-getriebenen zu einem institutionell interessanten Markt entwickelt.
  • Paradigm war der erste öffentliche VC, der in Osmosis im Cosmos-Ökosystem investierte.
  • Im Cosmos-Ökosystem stehen mehrere Token-Launches bevor, darunter Kyve (ein Berliner Projekt), dYdX und Celestia.
  • Das Ethereum-Ökosystem gewinnt durch Layer-2-Lösungen wie Arbitrum und Optimism sowie das bevorstehende Shanghai-Upgrade an Dynamik.
  • NEAR Blockchain entwickelt sich mit dem NEP-144 (RC-20 Äquivalent) im ReFi-Space als Wettbewerber zu Celo.
1:00:23

Polkadot vs andere Blockchains: Entwickleraktivität und Marktadoption

Polkadot wird trotz komplexer Technologie als zweitaktivstes Blockchain-Ökosystem gerankt, wobei die Marktwahrnehmung gering bleibt und die Entwickleraktivität durch hohe Komplexität und Herausforderungen bei der Marktadoption gekennzeichnet ist.

  • Der Electric Capital Developer Report zeigt Polkadot als zweitaktivstes Ökosystem bezüglich der Entwickleraktivität.
  • Trotz hoher Entwickleraktivität wird Polkadot im Markt als wenig aktiv wahrgenommen, besonders nach dem Hype der Parachain Auktionen.
  • Das Polkadot-Ökosystem mit Substrate wird als komplex eingestuft, was den Entwicklungsprozess erschwert.
  • Die hohe Entwickleraktivität bei Polkadot könnte teilweise durch Fördergelder der Foundation erklärt werden, die gezielt Entwickler anwirbt.
  • Konkurrierende Blockchain-Plattformen wie Cosmos und NEAR werden als entwicklerfreundlicher eingestuft.
  • Der Erfolg von Layer-1 Blockchains wird maßgeblich durch die Einfachheit der Entwicklung auf der jeweiligen Plattform bestimmt.
1:05:27

Christopher Mays Investment-Framework für Krypto-Assets

Christopher May entwickelt ein Investment-Framework für Krypto-Assets, das sich primär auf die Analyse von Ökosystemen, Use Cases und Entwicklungspotenzial konzentriert, wobei er betont, dass moderne Blockchain-Projekte komplexer zu bewerten sind als in früheren Marktphasen.

  • Christopher May analysiert bei Investments primär das Ökosystem und den konkreten Use Case einer Blockchain-Anwendung.
  • May betrachtet bei der Analyse, dass viele Applikationen wie Aave mittlerweile auf mehreren Chains gleichzeitig aufbauen.
  • Osmosis wird als Beispiel für eine gut positionierte Decentralized Exchange im wachsenden Cosmos-Ökosystem genannt.
  • Bei größeren Investitionspositionen werden zusätzlich das Team und die VC-Investoren als Indikatoren herangezogen.
  • Die Traction (Nutzung/Akzeptanz) eines Projekts wird als wichtiger Faktor nach der initialen Entwicklungsphase bewertet.
  • Als Beispiele für Projekte mit starkem Team aber noch ausstehender Traction werden Dfinity Internet Computer, Filecoin und das Berliner Projekt LUKSO genannt.
  • Die Entwicklung von Partnerschaften und Kooperationen wird als früher Indikator für zukünftige Traction eingestuft.
1:09:09

Tokenomics und Value Investment im Krypto-Markt

Das Kapitel analysiert kritisch die Tokenomics im Krypto-Markt, indem es die Wertbestimmung von Tokens, deren Finanzierungsmodelle und tatsächliche Nutzungsmöglichkeiten untersucht und dabei Herausforderungen für Investoren aufzeigt.

  • Tokenomics und Tokendesign sind wichtige Analysefaktoren bei der Bewertung von Krypto-Projekten.
  • Protokolle können trotz hoher Nutzerzahlen und quasi-monopolartiger Stellung im Bereich Indexing niedrige Tokenpreise aufweisen.
  • Niedrige Token-Preise können durch große Finanzierungsrunden zu niedrigen Einstiegspreisen und anschließende Gewinnmitnahmen früher Investoren verursacht werden.
  • Retail-Investoren sind bei solchen Token-Konstellationen häufig im Minus.
  • Value Investment-Ansätze aus den Equity Markets werden zunehmend auf den Krypto-Markt übertragen, um den fundamentalen Wert von Tokens zu bestimmen.
  • Bei der Token-Analyse sind sowohl die Tokenomics als auch der praktische Nutzen (Utility) des Tokens entscheidend.
  • Manche Exchange Tokens werden als Utility Tokens bezeichnet, obwohl sie keinen echten Nutzen bieten.
1:12:45

Zukunftsträchtige Use Cases: DeFi, Data Storage und Social Networks

Die Diskussion konzentriert sich auf zukunftsträchtige Use Cases in der Krypto-Branche wie Dezentrales Trading (DeFi), Datenspeicherung und Social Networks, wobei der Fokus auf konkreten Anwendungen liegt, die Dezentralisierung und Nutzerautonomie vorantreiben.

  • Decentralized Trading und die Dezentralisierung des Finanzmarktes werden als besonders vielversprechende Use Cases für die nächsten 2-3 Jahre gesehen.
  • Decentralized Data Storage, unter anderem durch Projekte wie R-Weave, wird als zweiter wichtiger Entwicklungsbereich identifiziert.
  • Decentralized Social Networks, beispielsweise durch das Lens Protokoll, werden als dritter wichtiger, wenn auch langsamer sich entwickelnder Use Case genannt.
  • Die Verbindung von Regulierung und Dezentralisierung, besonders bei Social Networks, wirft noch offene Governance-Fragen auf.
  • Die aktuelle UI/UX von dezentralen Lösungen wird noch Jahre oder Jahrzehnte brauchen, um mit Web2-Anwendungen gleichzuziehen.
  • Der Brave Browser wird als Beispiel für die Akzeptanz von Trade-offs zwischen Benutzerfreundlichkeit und Datenschutz genannt.
  • DeFi-Plattformen wie Uniswap und Aave bieten durch automatisierte Prozesse wie Margin Calls und Liquidationen spezifische Vorteile gegenüber zentralisierten Alternativen wie Celsius oder BlockFi.
1:14:21

Rapidfire-Runde: Persönliche Präferenzen im Krypto-Space

In der Rapidfire-Runde wurden Christopher May von Finoa verschiedene Krypto-bezogene Präferenzfragen gestellt, wobei er sich für DeFi, Yield Farming bei kleinen Beträgen, Coldstorage bei großen Vermögen und Coinbase als Plattform aussprach, während er Satoshi als einflussreichere Figur im Vergleich zu Vitalik bezeichnete.

  • In einer Rapidfire-Runde bevorzugt Christopher May Ledger gegenüber MetaMask.
  • Bei der Wahl zwischen Yield Farming und Cold Storage empfiehlt May Yield Farming für kleine Beträge und Cold Storage für große Vermögen.
  • Im direkten Vergleich zwischen NFTs und DeFi präferiert May DeFi.
  • Zwischen Web3 und Krypto entscheidet sich May für Krypto.
  • May bevorzugt Coinbase gegenüber Binance.
  • Bei der Wahl zwischen Vitalik und Satoshi entscheidet sich May für Satoshi, begründet durch die Pfadabhängigkeit, obwohl er Vitaliks Anwendungen als 'more powerful' bezeichnet.
1:20:00

Abschluss und Verabschiedung

Das Kapitel fasst ein Interview mit Christopher May von Finoa über Markteinblicke und Krypto-Trends ab und endet mit einer freundlichen Verabschiedung und Hoffnung auf ein zukünftiges Wiedersehen.

  • Die Podcast-Episode endet mit einem Dank an Christopher May für die ausführlichen Einblicke in Finoa und die Markttrends.
  • Der Podcast wird von Podcasts bei OMR produziert.
1:21:44

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