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29 Kapitel

Risikohinweis und rechtliche Informationen zum Podcast

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Vorstellung der neuen Founder Series mit Web3-Gründern

Die Founder Series zielt darauf ab, Gründerinnen und Gründer aus dem deutschen Web3-Umfeld vorzustellen und ihre Geschichten durch tiefgehende Expertengespräche zu erzählen.

  • Die Folge ist die erste Episode einer neuen Founder Series.
  • Die Founder Series fokussiert sich auf spannende Web3-Gründerinnen und Gründer aus Deutschland.
  • Das Interview wird von Julius und Max von Blockstories geführt.
  • Die Interviews sollen detailliert die Geschäftsmodelle und Anfänge der Gründer beleuchten.
0:39

Einführung zum Interview mit Florian Liss von Staking Facilities

Das Interview mit Florian Liss von Staking Facilities konzentriert sich auf die Entwicklungen im Proof-of-Stake-Sektor, insbesondere nach dem Ethereum Merge, und beleuchtet das Geschäftsmodell des Unternehmens, das Validatoren in verschiedenen Blockchain-Netzwerken betreibt und selbst im Krypto-Ökosystem investiert.

  • Staking Facilities ist ein Hidden Champion im deutschen Krypto-Bereich.
  • Über die Validatoren von Staking Facilities laufen 2% aller gestakten Ether.
  • Staking Facilities betreibt Validatoren auf verschiedenen Proof-of-Stake-Netzwerken.
  • Das Unternehmen ist nicht nur Infrastruktur-Anbieter, sondern auch als Investor aktiv.
  • Staking Facilities gehört zu den frühen Investoren von Solana.
1:14

Staking Facilities als Hidden Champion der deutschen Krypto-Industrie

Staking Facilities ist ein deutscher Hidden Champion der Krypto-Industrie, der sich auf Staking-Infrastruktur konzentriert und international stärker wahrgenommen wird als im Heimatmarkt, wobei das Unternehmen seine Stärke in der Positionierung als Validator sieht.

  • Staking Facilities wird als Hidden Champion der deutschen Kryptoindustrie bezeichnet.
  • Das Unternehmen ist außerhalb Deutschlands bekannter als innerhalb des Landes.
  • Staking Facilities konzentriert sich auf Staking-Infrastruktur statt auf Endnutzer-Anwendungen.
  • Das Unternehmen agiert als Validator im Krypto-Ökosystem.
  • Das Geschäftsmodell von Staking Facilities ist eher im Hintergrund der Infrastruktur angesiedelt und weniger im öffentlichen Rampenlicht.
3:25

Gründungsgeschichte: Von der TU München zum Staking-Unternehmen

Die Gründung von Staking Facilities entstand 2017 aus dem akademischen Umfeld der TU München, wo Florian Liss durch einen Blockchain-Kurs inspiriert wurde und gemeinsam mit Mitgründern die Überzeugung entwickelte, dass Proof-of-Stake die Zukunft der Blockchain-Technologie darstellt.

  • Florian Liss kam 2016 während seines Wirtschaftsinformatik-Masters an der TU München durch einen Kurs 'Blockchain For The Public Good' erstmals intensiver mit Smart Contracts und Ethereum in Berührung.
  • Über einen gemeinsamen Freund Robert lernte Liss seine späteren Mitgründer Julius und Wolfgang kennen, die sich ebenfalls für Krypto interessierten.
  • Wolfgang war bereits seit 2011 in der Krypto-Welt aktiv und überzeugt von deren revolutionärem Potenzial.
  • Die drei Gründer verbrachten ihre gesamte Freizeit mit Krypto und beschlossen, dies zu ihrem Beruf zu machen.
  • Nach längeren Überlegungen zu verschiedenen Geschäftsmodellen entschieden sie sich für den Aufbau eines Validators, da sie von der Zukunft von Proof-of-Stake überzeugt waren.
  • 2017 gründeten sie Staking Facilities in der Annahme, der Ethereum Merge stehe kurz bevor - dieser fand jedoch erst Jahre später statt.
5:10

Erste Schritte als Validator: Von Tezos zu Cosmos

Das Kapitel beschreibt die Anfänge von Staking-Facilities als Validator, beginnend mit Tezos und später Cosmos, wobei das Unternehmen früh in verschiedene Blockchain-Projekte investierte und durch aktive Teilnahme, insbesondere im Cosmos-Testnetz und beim Game of Stake, Erfahrungen und Reputation aufbaute.

  • Staking Facilities startete seine Validator-Aktivitäten mit Tezos, da Ethereum zu diesem Zeitpunkt noch keine Staking-Möglichkeiten bot.
  • Das Unternehmen hatte bereits früh Investments in verschiedene Netzwerke wie Cosmos, Polkadot und Dfinity getätigt.
  • Obwohl das Team nicht besonders von Tezos überzeugt war, nutzte man die Plattform als Einstiegsmöglichkeit, um sich einen Namen aufzubauen.
  • Nach Tezos folgte das Engagement bei Cosmos, wo Staking Facilities zunächst im Testnet aktiv war.
  • Das Team nahm am 'Game of Stake' teil, einem bekannten Incentivized Testnet von Cosmos, bei dem Validatoren sich gegenseitig angreifen und die Codebasis manipulieren konnten.
  • Durch die Teilnahme am 'Game of Stake' konnte sich Staking Facilities in Validator-Kreisen einen Namen machen.
9:05

Technische Grundlagen: Rolle und Funktion eines Validators

Validator-Nodes sind entscheidende Infrastrukturkomponenten in Blockchain-Netzwerken, die für das Sammeln, Kommunizieren und Validieren von Transaktionen zwischen verschiedenen Knoten verantwortlich sind und erhebliche Rechenkapazitäten benötigen.

  • Ein Validator betreibt Nodes (Knoten) in einem Blockchain-Netzwerk, die für das Sammeln und Kommunizieren von Transaktionen verantwortlich sind.
  • Für den professionellen Betrieb von Validatoren wird eine große Rechenleistung benötigt.
  • Der Gründer Florian Liss hatte einen Wirtschaftsinformatik-Hintergrund und lernte das Betreiben von Validatoren durch Selbststudium.
  • In der Anfangszeit tauschten sich die ersten Validator-Betreiber wie Staking Facilities und Figment in Chatrooms über technische Details wie Key Management aus.
  • Staking Facilities entschied sich bewusst gegen Cloud-Infrastruktur und baute stattdessen eigene Hardware auf.
  • Der erste Mitarbeiter der Firma war ein Systemadministrator namens Garry, der zuvor ein kleines Ethereum-Node-Rechenzentrum auf seinem Balkon betrieben hatte.
10:57

Aufbau der eigenen Infrastruktur und Kapitalanforderungen

Der Aufbau einer Blockchain-Infrastruktur erforderte zu Beginn geringe Kapitalinvestitionen, wobei Staking-Facilities die Herausforderungen durch Eigenfinanzierung und günstige Hardwarepreise erfolgreich meisterte. Die Entwicklung von Blockchain-Netzwerken wie Ethereum und Solana war anfänglich durch niedrige Transaktionsaktivitäten und kostengünstige Infrastrukturanforderungen gekennzeichnet.

  • Die Gründer von Staking Facilities hatten durch vorherige Krypto-Investments und den Bullrun ausreichend Eigenkapital zur Verfügung.
  • Das Unternehmen wurde komplett selbst finanziert ohne Venture Capital.
  • Die Kapitalanforderungen für den Infrastruktur-Aufbau waren anfangs sehr gering, da auf Chains wie TESOS und KOSMOS wenig Aktivität stattfand.
  • Die frühen Blockchain-Netzwerke hatten kaum User und Transaktionen - die einzige Aktivität war Staking.
  • Die Hardware-Preise vor Corona waren deutlich günstiger als heute.
13:32

Geschäftsmodell und Stakeholder von Staking Facilities

Staking-Facilities bietet Blockchain-Staking-Services für Token-Inhaber an, wobei sie selektiv Projekte auswählen, Transaktionen validieren und zwischen 5-15% der Rewards als Vergütung einbehalten, während Kunden aus Privatpersonen und institutionellen Investoren bestehen.

  • Staking Facilities bietet Staking-Services für ausgewählte Krypto-Token an, die sie als qualitativ hochwertig einstufen.
  • Das Geschäftsmodell basiert auf der Validierung von Blöcken durch delegierte Token, wofür Transaktionsgebühren und Blockchain-Incentives eingenommen werden.
  • Staking Facilities behält zwischen 5 und 15 Prozent der generierten Rewards ein, der Rest wird an die Token-Delegierer ausgeschüttet.
  • Zu den institutionellen Kunden zählen VCs wie Multicoin Capital und Blockwall sowie die Web3Foundation bei Polkadot.
  • Die Mehrheit der Kunden sind Privatpersonen, jedoch machen wenige große institutionelle Kunden den Großteil des verwalteten Vermögens aus.
  • Auf neueren Blockchains wie Solana ermöglicht Staking Facilities auch Kleininvestoren mit Beträgen ab 3 Dollar die Teilnahme am Staking.
14:38

Staking als Alternative zu traditionellen Renditemöglichkeiten

Staking bietet eine alternative Renditemöglichkeit im Krypto-Ökosystem, bei der Investoren durch das Sichern von Blockchain-Netzwerken Token-Rewards erhalten, wobei die Attraktivität und Wirtschaftlichkeit je nach Marktbedingungen und Stake-Größe variiert.

  • Im Krypto-Ökosystem bietet Staking aktuell attraktivere Renditen als traditionelle Zinsen oder das Parken von Coins.
  • Beim Staking erhält man Rendite durch Token Rewards oder wie bei Ethereum durch einen Anteil an den Transaktionsgebühren.
  • Nutzer haben die Wahl zwischen dem Aufbau eigener Staking-Infrastruktur oder der Delegation an professionelle Anbieter gegen eine Gebühr von etwa 10 Prozent.
  • Während im frühen Stadium viele technisch versierte Nutzer eigene Nodes betrieben, professionalisiert sich der Markt zunehmend.
  • Große institutionelle Investoren mit hunderten Millionen an Token achten verstärkt auf rechtliche Rahmenbedingungen und Jurisdiktion der Staking-Anbieter.
  • Staking Facilities arbeitet an einer ISO-Zertifizierung in Deutschland, um institutionellen Kunden standardisiertes Reporting und professionelles Infrastruktur-Management zu bieten.
18:35

Slashing-Risiken und Sicherheitsmaßnahmen beim Staking

Slashing ist ein Risikofaktor beim Blockchain-Staking, bei dem Validator-Nodes bei bösartigem oder fehlerhaftem Verhalten Token verlieren können, wobei die Strafen von partiellen Verlusten bis zum kompletten Tokenburn reichen können.

  • Beim Staking besteht das Risiko des Slashing, bei dem Token als Strafe für böswilliges Verhalten verbrannt werden können - bis zu 100 Prozent des Stakes.
  • Slashing kann nicht nur durch bewusst böswilliges Verhalten ausgelöst werden, sondern auch durch technische Fehler wie schlecht laufenden Code.
  • Im Gegensatz zu Web2-Infrastruktur kann man beim Staking nicht einfach mehrere Nodes parallel betreiben, da das Signieren unterschiedlicher Blöcke auf der gleichen Blockhöhe als Slashing-Grund gilt.
  • Staking Facilities wurde in ihrer gesamten Geschichte nur einmal geslasht - auf einer kleineren Chain namens Evmos, wobei der Slash aufgrund eines Software-Bugs nach 10 Minuten Downtime erfolgte und später rückgängig gemacht wurde.
  • Staking Facilities priorisiert bei ihrem System-Design Sicherheit über Uptime, um Slashing-Risiken zu minimieren.
22:20

Differenzierung im Validator-Markt und Unique Selling Points

Der Validator-Markt ist durch zunehmende Differenzierungsstrategien geprägt, wobei Unternehmen wie Staking-Facilities ihre Unique Selling Points durch eigene Infrastruktur, Expertise, Sicherheitskonzepte und Community-Engagement definieren.

  • Community Validatoren wie der Friends Validator im Kosmos-Netzwerk bauen ihre Differenzierung auf Content-Produktion und einer treuen Anhängerschaft auf.
  • Staking Facilities differenziert sich durch den Verzicht auf Cloud-Infrastruktur, während viele große Validatoren AWS oder Hetzner nutzen.
  • Ein Vorfall bei Hetzner führte dazu, dass 20 Prozent aller Solana Validatoren über Nacht offline gingen.
  • Staking Facilities betreibt seine gesamte Hardware in Deutschland unter vollständiger eigener Kontrolle.
  • Das Unternehmen entwickelte mit Solana Beach den ersten Blockexplorer für Solana.
  • Bei einem Slashing-Vorfall zahlte Staking Facilities 100 Prozent des Schadens aus eigener Tasche an die Kunden zurück.
  • Als Lido Founding Member und durch enge Kontakte zu Ethereum Core Entwicklern bietet Staking Facilities institutionellen Kunden besondere Expertise.
  • Das Unternehmen unterstützt institutionelle Kunden beim Aufbau eigener Staking-Lösungen durch APIs und Beratung.
25:17

Wachstum und Entwicklung seit Corona: Von 20 auf 550 Millionen AUM

Staking-Facilities entwickelte sich während der Coronapandemie von 20 Millionen auf über 550 Millionen Assets under Management, wobei das Unternehmen sein Geschäftsmodell in Proof-of-Stake-Netzwerken stark erweiterte und sein Team von ursprünglich 5 auf 20-30 Mitarbeiter wuchs.

  • Staking Facilities verwaltete im März 2020 zu Beginn der Corona-Pandemie etwa 20 Millionen Dollar an Staking-Assets.
  • Das Unternehmen steigerte seine Assets under Management innerhalb von zwei Jahren von 20 Millionen auf über 3 Milliarden Dollar.
  • Aktuell verwaltet Staking Facilities etwa 550 Millionen Dollar an öffentlich einsehbaren Staking-Assets, zusätzlich zu nicht eingerechneten Whitelabel-Validatoren.
  • Als Faustregel verdient ein Validator etwa 1 Prozent der Assets under Management.
  • Das Team von Staking Facilities wuchs von 5 Mitarbeitern vor Corona auf aktuell 20-30 Mitarbeiter.
  • Das Hauptteam sitzt in München nahe der Hardware-Infrastruktur, während weitere Mitarbeiter als Freelancer weltweit verteilt arbeiten, unter anderem in den USA, Italien, Norwegen und Bangkok.
29:24

Regulatorische und steuerliche Herausforderungen in Deutschland

Ich verstehe. Hier ist eine präzise Zusammenfassung des Kapitels in 1-2 Sätzen: Die regulatorischen und steuerlichen Herausforderungen für Krypto-Unternehmen in Deutschland sind komplex, insbesondere bei der Abwicklung zahlreicher Transaktionen, der steuerlichen Einordnung und der Klärung rechtlicher Grauzonen in einem sich schnell entwickelnden Technologiesektor.

  • Eine große Steuerkanzlei betreute Staking Facilities über 3 Jahre, ohne das Geschäftsmodell vollständig zu verstehen.
  • Anwälte schlugen anfangs vor, einen Service-Vertrag auf der Website zu implementieren, was technisch nicht möglich war, da Staking-Transaktionen direkt auf der Blockchain stattfinden.
  • Staking Facilities verarbeitete im Vorjahr etwa 40.000.000 Transaktionen für steuerliche Zwecke.
  • Existierende Steuerlösungen am Markt sind für Staking Facilities ungeeignet, da sie neue Blockchains und ungewöhnliche Transaktionsarten unterstützen.
  • Das Unternehmen musste eigene Steuerlösungen entwickeln und regelmäßig argumentieren, warum bestimmte Transaktionen als Earnings und nicht als Verkäufe gelten.
  • Staking Facilities benötigt keine BaFin-Regulierung, da sie als 'non-custodial' Service keine direkten Token-Einlagen der Nutzer verwaltet.
32:25

Investment-Strategie: Von Solana bis Lido Finance

Staking-Facilities hat von Beginn an strategische Investitionen in verschiedene Blockchain-Projekte wie Solana und Lido getätigt, wobei sie sowohl als Privatpersonen als auch später als Unternehmen agierten und dabei besonders auf Seed-Investments und Marktchancen während Preisfällen setzten.

  • Staking Facilities investierte bereits vor dem Start des ersten eigenen Validators in Krypto-Projekte.
  • Das Unternehmen legt eigene Token im Wert von 5 Millionen auf seinen Validatoren, um Kunden Sicherheit zu vermitteln.
  • Die Investments erfolgten zunächst aus steuerlichen Gründen als Privatpersonen, später über die GmbH und zwei neu gegründete Co KGs.
  • Staking Facilities war Seed-Investor bei Solana und Lido Finance.
  • Während des Corona-Crashs im März 2020 kontaktierte Solana Staking Facilities, da viele Investoren aus der letzten privaten Finanzierungsrunde abgesprungen waren.
  • Die letzte private Finanzierungsrunde von Solana war teurer als der spätere Coin List Sale, der bei etwa 18-20 Cent pro Token lag.
  • Eine deutsche Privatinvestorin, die Mutter eines Bekannten, wurde durch Staking Facilities' Vermittlung zu einem der größten Solana-Holder aus Deutschland.
35:58

Lido Finance: Entstehung und Rolle im Liquid Staking

Lido Finance ist ein bedeutendes Liquid Staking-Protokoll im Ethereum-Ökosystem, das trotz seiner Innovationskraft und Marktbedeutung gleichzeitig kritisch wegen potenzieller Zentralisierungsrisiken und begrenzter Validator-Diversität diskutiert wird.

  • 2017 begannen die ersten Überlegungen zu Ethereum Staking bei Staking Facilities, wobei die Anforderung von 32 ETH pro Validator und Custody-Fragen als große Herausforderungen identifiziert wurden.
  • P2P (später Lido) suchte anfänglich 5 vertrauenswürdige Validatoren als Partner, um eine Zentralisierung des Ethereum Stakings durch große Exchanges zu verhindern.
  • Florian Liss wurde Multisig-Halter bei Lido und ist im Grand Council aktiv, wo er unter anderem Token-Incentives für Ethereum-Staking-Projekte mitverwaltet.
  • Da die ursprünglichen 5 Validatoren nicht einfach ausgetauscht werden konnten, wurde eine Node Operator Governance Group gegründet, um neue Validator-Bewerbungen zu prüfen.
  • Die Node Operator Governance Group prüft bei Bewerbern insbesondere die technische Expertise und Redundanz in der Unternehmensstruktur, um einen zuverlässigen Betrieb tausender Validatoren sicherzustellen.
40:12

Liquid Staking: Geschäftsmodell und Zusammenarbeit mit Lido

Liquid Staking ist ein Geschäftsmodell, bei dem Staking-Plattformen wie Lido Nutzern ermöglichen, ihre gestakten Kryptowährungen zu tokenisieren und gleichzeitig Staking-Rewards zu generieren, wobei der Hauptmehrwert in der Flexibilität und Liquidität der Tokens liegt.

  • Lido startete im Dezember 2019 mit einem Token Sale.
  • Staking Facilities erwog ein eigenes Liquid Staking Produkt, entschied sich aber dagegen.
  • Lido bietet als Liquid Staking Protokoll bessere Netzwerkeffekte durch die Zusammenarbeit mit etwa 30 professionellen Node Operatoren wie Blockdemon, P2P, Corussot und Stakefish.
  • Liquid Staking Token sind laut Staking Facilities nur sinnvoll, wenn sie für Yield Farming genutzt werden können und ausreichend Liquidität vorhanden ist.
  • Die von Lido erhobenen Gebühren fließen an die Token-Holder zurück, zu denen auch Staking Facilities gehört.
45:26

Wachstumsstrategie und neue Geschäftsfelder

Staking-Facilities verfolgt eine horizontale Wachstumsstrategie mit Fokus auf Proof-of-Stake-Netzwerke und ist bereits in verschiedenen Blockchain-Projekten aktiv, wobei sie die strategische Bedeutung der Zugehörigkeit zum größten Ökosystem betonen.

  • Staking Facilities verfolgt eine horizontale Wachstumsstrategie durch Erschließung verschiedener Proof-of-Stake-Netzwerke.
  • Das Unternehmen entwickelt aktuell eine spezielle Integration für einen großen institutionellen Kunden bei Ethereum.
  • Staking Facilities verzichtet bewusst auf den Aufbau eines eigenen Liquid Staking Produkts.
  • Das Unternehmen hat sein Geschäftsfeld über Validatoren hinaus erweitert und ist auch bei Bridges wie Wormhole aktiv.
  • Staking Facilities betreibt Middleware-Lösungen wie Chainlink und Gelato.
  • Als einer von 30 Node-Betreibern im LIDO Governance Pool validiert Staking Facilities jeden dreißigsten Ether, der über LIDO gestaked wird.
47:21

Liquid Staking Anbieter und Partnerschaften

Liquid Staking gewinnt durch Anbieter wie Staking-Facilities und Lido zunehmend an Bedeutung, wobei Staking-Facilities aktuell etwa 2 Prozent des Ethereum-Netzwerks validiert und offen für verschiedene Projekte und Partnerschaften ist.

  • Staking Facilities validiert aktuell etwa 2% des gesamten Ethereum Netzwerks.
  • Staking Facilities ist bei Ethereum-Staking derzeit exklusiv an Lido gebunden.
  • Auf der Solana-Blockchain unterstützt Staking Facilities Marinade Finance, einen direkten Konkurrenten von Lido.
  • Staking Facilities verfolgt keinen maximalistischen Ansatz und ist offen für neue Liquid Staking Partnerschaften, wenn es geschäftlich Sinn ergibt.
  • Staking Facilities kontrolliert mehr als ein Dreißigstel der Lido-Validatoren, da sie zu den ersten Partnern gehörten.
49:14

Zukunftstrends: DVT und Eigenlayer im Staking-Bereich

Die Diskussion konzentriert sich auf aufkommende Trends im Krypto-Staking wie Liquid Staking, Distributed Validator Technology (DVT) und Eigenlayer, wobei der Fokus auf einer stärkeren Dezentralisierung, Risikominimierung und technologischer Innovation durch verteilte Validatorsysteme liegt.

  • Liquid Staking ist im letzten Jahr salonfähig geworden und kann nun direkt über die Metamask Wallet mit LIDO oder Rocketpool durchgeführt werden.
  • Distributed Validator Technology (DVT) ermöglicht die Verteilung von Validator-Keys auf mehrere Parteien, ähnlich wie bei einer Multisig Wallet.
  • Projekte wie OBOL Network und SSV Network entwickeln DVT-Lösungen für das Ethereum-Staking.
  • LIDO möchte mehr Validatoren aufnehmen, sieht aber nicht genügend vertrauenswürdige Partner, denen direkt große Summen (100 Millionen Dollar) anvertraut werden können.
  • DVT reduziert das Risiko des Double Signing, da eine Mehrheit der beteiligten Parteien gleichzeitig einen Fehler machen oder böswillig handeln müsste.
  • Der Sprecher gibt einen Investment-Disclaimer bekannt, da er in der Seedrunde von OBOL investiert ist.
51:07

Restaking: Neue Möglichkeiten für Staking-Rewards

Restaking ermöglicht es, gestakte Token wie Ether in Smart Contracts zu sperren, um zusätzliche ökonomische Sicherheit für andere Protokolle zu bieten und dabei neue Renditemöglichkeiten zu generieren, wobei die Hauptvorteile in der Senkung von Markteintrittsbarrieren und der Nutzung bestehender Blockchain-Infrastrukturen liegen.

  • Restaking ermöglicht es, bereits gestakte Ether (z.B. bei Lido) in Form von Liquid Staking Token in weitere Smart Contracts einzusperren, um zusätzliche Renditen zu generieren.
  • Durch Restaking können neue Protokolle Ether statt eigener Token für ihr Sicherheitsmodell nutzen, was die Markteintrittsbarrieren deutlich senkt.
  • Eigenlayer plant die Unterstützung von STEF (Lido Staked ETH Token) und will als ersten Use-Case eigenDA, eine Data Availability Software, aufbauen.
  • Staking Facilities sieht in Restaking neue Geschäftsmöglichkeiten, da ihre Infrastruktur weiter genutzt werden kann und Zahlungen in ETH statt neuen Token erfolgen.
  • Als kritischer Aspekt wird das Stapeln von Risiken beim Restaking gesehen, da mehrfach gestakte Token wie bei Subprime Bonds zu systemischen Risiken führen könnten.
54:58

Solana: Entwicklung und Zukunftsperspektiven

Solana positioniert sich als hochperformante Blockchain-Plattform mit einzigartiger Skalierungsstrategie, die sich dynamisch an technologische Hardwarefortschritte anpasst und trotz FTX-Zusammenbruchs weiterhin großes Entwicklungspotenzial und Wachstumschancen aufweist.

  • Wolfgang kam bereits Ende 2018/Anfang 2019 mit Anatoli in Kontakt und diskutierte über Proof-of-History bei Solana.
  • Das Team traf Anatoli 2019 auf der Solconzero in Osaka, wo etwa 20 Leute über Rust diskutierten.
  • Solana unterscheidet sich von Bitcoin und Ethereum dadurch, dass es nicht auf minimaler Hardware laufen soll, sondern mit verbesserter Hardware skaliert.
  • Das Solana-Team stammt von Qualcomm und verfügt über umfangreiche Erfahrung im Aufbau hocheffizienter, resilienter Systeme.
  • Die Solana EVM bietet gegenüber Ethereum den Vorteil der Parallelisierung in Smart Contracts, was neue Use Cases ermöglicht.
  • Das Serum Orderbook wurde als einer der ersten innovativen Use Cases auf Solana von FTX und Alameda entwickelt.
  • Die Anzahl aktiver Wallets auf Solana ist seit dem Alameda-Crash deutlich gestiegen, da User günstig auf der Plattform interagieren können.
1:00:36

Technische Herausforderungen und Stabilität von Solana

Solana steht vor technischen Herausforderungen wie gelegentlichen Netzwerkausfällen, wird aber als vielversprechende Blockchain mit hohem Entwicklungspotenzial eingeschätzt, die in den nächsten Jahren deutlich an Stabilität gewinnen wird.

  • Solana ist zum Zeitpunkt der Aufnahme etwa 2 Jahre alt und damit deutlich jünger als Ethereum.
  • Solana ging mehrfach offline aufgrund von Spam-Attacken, die durch die günstigen Transaktionskosten ermöglicht wurden.
  • Während des letzten Bullmarkts lagen die Transaktionsgebühren (Gaspreise) bei Ethereum zwischen 100 und 500 Dollar.
  • Bei Ethereum-Transaktionskosten von 500 Dollar war die Chain für 99% der User faktisch nicht nutzbar, da die Gebühren für viele Nutzer zu hoch waren.
  • Die technische Entwicklung von Solana macht Fortschritte in Richtung mehr Stabilität.
  • Es wird prognostiziert, dass Solana in 3 Jahren keine Downtimes mehr haben wird wie sie aktuell auftreten.
1:05:32

Firedance: Zweiter Client für das Solana-Netzwerk

Jump entwickelt mit Firedance einen zweiten Klienten für das Solana-Netzwerk, um die Resilienz und Ausfallsicherheit der Blockchain zu erhöhen und das Risiko von systemweiten Softwarefehlern zu minimieren.

  • Jump entwickelt mit Firedance einen zweiten Client für das Solana-Netzwerk.
  • Bisher hatte Solana nur einen einzigen Client, was bei Bugs zum Stillstand des gesamten Netzwerks führen konnte.
  • Mit einem zweiten Client wird das Solana-Netzwerk resilienter, da Softwarefehler in einem Client nicht mehr zum kompletten Stillstand führen.
  • Solana ist neben Ethereum die einzige Blockchain, die einen zweiten Client erhält.
  • Zum Vergleich hat Ethereum bereits mehrere Clients wie Geth, Erigon auf der Execution-Seite sowie Lighthouse, TQ und Prism auf der Beacon-Chain-Seite.
1:07:20

Zukunft von Solana: Gaming und User Experience

Solana bietet durch seine hohe Geschwindigkeit und geringe Latenz ein großes Potenzial für innovative Blockchain-Anwendungen, insbesondere im Gaming-Sektor, wo schnelle Transaktionen und eine nahtlose User Experience entscheidend sind.

  • AVACS, PolkaDot und Kosmos haben nicht die gleichen technischen Eigenschaften wie Solana.
  • DeFi wird als offensichtlichster Use-Case für Solana gesehen.
  • Die User Experience bei Solana ermöglicht schnelle Transaktionen ohne lange Wartezeiten von 15-60 Sekunden.
  • Gaming wird als wichtiger Anwendungsbereich für Solana identifiziert, da Nutzer beim Kauf von In-Game-Items keine langen Wartezeiten akzeptieren.
  • Obwohl Solana möglicherweise zu zentral für eine Welt-Ökonomie sein könnte, wird die Chain als ausreichend dezentral und sicher für Gaming-Anwendungen wie World of Warcraft eingeschätzt.
1:08:43

Krypto-Trends: Zero Knowledge Proofs und Privacy

Zero Knowledge Proofs gelten als vielversprechende Krypto-Technologie mit enormem Potenzial für Privacy-Lösungen, die derzeit konkrete Anwendungsfälle suchen und in den kommenden Jahren voraussichtlich signifikant an Bedeutung gewinnen werden.

  • Zero Knowledge Proofs werden als eine der wichtigsten Innovationen im Krypto-Bereich gesehen.
  • Zero Knowledge EVMs gewinnen aktuell besonders an Bedeutung.
  • Zero Knowledge Privacy Protokolle werden in den kommenden Jahren voraussichtlich stark an Bedeutung gewinnen.
  • Als Alternative zu Tornado Cash werden compliant Privacy-Lösungen entwickelt.
  • Es wird an Systemen gearbeitet, die Privatsphäre ermöglichen, ohne dabei kriminelle Geldwäsche zu unterstützen.
1:10:43

Cosmos und andere Layer-1 Blockchains

Cosmos und andere Layer-1-Blockchains wie Aptos und Solana werden als vielversprechende Blockchain-Ökosysteme betrachtet, wobei Celestia und Data Availability als besonders innovative Technologien hervorgehoben werden.

  • Cosmos war der ursprüngliche Fokus von Staking Facilities, wo sie sich einen Namen gemacht und die Code Base umgeschrieben haben.
  • Cosmos fehlt laut Florian Liss eine eindeutige Leadership-Rolle, da sich die Gründer in verschiedene Richtungen entwickelt haben.
  • Aptos wird als interessantes Projekt eingeschätzt, das zu viel negative Presse erhalten hat.
  • Sui, das Steckenpferd zu Aptos, wird als vielversprechend angesehen.
  • Celestia wird als 'the next big thing' im Bereich Data Availability eingeschätzt.
  • Staking Facilities verfolgt einen Multi-Chain-Ansatz und unterstützt verschiedene Ökosysteme statt sich auf eine einzelne Blockchain zu fokussieren.
1:11:52

Rapid Fire: Schnelle Fragen und Antworten

In der Rapidfire-Runde äußert sich Florian Liss von Staking-Facilities zu verschiedenen Krypto-Themen wie Remote-First-Modell, Regulierung, Konferenzen und Blockchain-Präferenzen, wobei er eine harte Regulierung, Solana und eine eigene Validator Node bevorzugt.

  • Im Rapid Fire bevorzugt Florian Liss Remote First gegenüber einem gemeinsamen Büro.
  • Liss spricht sich für eine harte Krypto-Regulierung statt gar keiner Regulierung aus.
  • Bei der Wahl zwischen Solana Breakpoint und EFac C entscheidet sich Liss für Deffcon.
  • Beim Thema Networking vs. Building bevorzugt Liss Hardcore Building mit einer Konferenz pro Jahr.
  • Bei der Wahl zwischen Appchains und Solana entscheidet sich Liss für Solana.
  • Zwischen ICO und IPO wählt Liss den ICO.
  • Bei der Entscheidung zwischen eigener Validator Node und Pooling präferiert Liss die eigene Validator Node.
1:14:46

Social Media Präsenz und Kontaktmöglichkeiten

Staking Facilities kommuniziert über verschiedene Social-Media-Plattformen wie Twitter, LinkedIn und Telegram, wobei der Fokus auf Blogs und Twitter-Kanälen liegt, um Interessierte über Unternehmensaktivitäten zu informieren.

  • Staking Facilities betreibt einen eigenen Blog unter stakingfacilities.medium.com, der auch über die Webseite stakingfacilities.com erreichbar ist.
  • Das Unternehmen ist hauptsächlich auf Twitter aktiv und schreibt dort regelmäßig Beiträge.
  • Staking Facilities betreibt eine öffentliche Telegram-Gruppe für Fragen und Austausch.
  • Auf LinkedIn ist Staking Facilities weniger aktiv, da sie sich als 'Cryptonative' verstehen.
  • Alle Social Media Kanäle von Staking Facilities sind über ihre Webseite stakingfacilities.com auffindbar.
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