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9 Kapitel

Risikohinweis und Podcast-Einleitung

Der Podcast gibt einen Risikohinweis, dass seine Inhalte ausschließlich der allgemeinen Information dienen und keine Anlageberatung darstellen, und behandelt in dieser Folge die aktuellen Sorgen um KI-Fortschritte und Quantenrisiken, wobei die Hosts ihre persönlichen Positionen offenlegen.

  • Es handelt sich um Folge 236 von Alles Coin, Nichts Muss.
  • Der Podcast enthält einen Risikohinweis, der darauf hinweist, dass die Inhalte ausschließlich der allgemeinen Information dienen und keine Anlageberatung darstellen.
  • Die Hosts oder Gäste haben unter Umständen Positionen in den besprochenen Finanzinstrumenten oder Kryptowährungen.
  • Julius befindet sich für die Aufnahme im WeWork Bunker mit Fenstern auf der anderen Seite.
  • Der Begriff 'Bunker Mode' wird als Überleitung zu einem der Hauptthemen der Episode verwendet.
  • Die Sorgen rund um KI-Fortschritte und deren Auswirkungen auf die mathematischen Fähigkeiten von KI-Modellen sind hochgekocht.
  • Das Thema der sogenannten 'Quantum Threat' wird als relevanter Diskussionspunkt für die Episode angekündigt.
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Marktüberblick: Bitcoin bei 82.000 Dollar und Altcoin-Abverkauf

Bitcoin notiert knapp über 82.000 US-Dollar nach einem Rückgang auf 80.000 US-Dollar, während Altcoins einen deutlichen Abverkauf verzeichnen, der durch gestiegenes Open Interest und hohe Leverage-Positionen ausgelöst wurde. Die Indikatoren deuten auf eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für einen Flash-Crash hin, wobei sinkende Funding Rates und rückläufiges Open Interest erste Entspannungssignale am Markt zeigen.

  • Bitcoin handelt zum Aufnahmezeitpunkt bei etwas über 82.000 US-Dollar, nachdem der Kurs am Donnerstag bis auf 80.000 Dollar gefallen war.
  • Das Open Interest für Altcoins ist in den letzten Wochen extrem angestiegen und war wieder höher als das von Bitcoin, was als Signal für viel Leverage im Markt gilt.
  • Das Open Interest im Verhältnis zur Marktkapitalisierung vom Altcoin-Sektor erreichte etwa 4,5 Prozent, was stark gestiegen ist.
  • Bei den Verlierern der Woche stehen Double Zero mit minus 40 Prozent, Cash Cat mit minus 35 Prozent und PONS mit minus 30 Prozent an der Spitze.
  • Tokens aus dem Robin Hood Ökosystem zeigen schwache Performance mit Verlusten zwischen 20 und 30 Prozent.
  • Bei Venice Token ist die Menge der Tokens, die unstaked werden, relativ stark gestiegen, was als früher Indikator für Gewinnmitnahmen gedeutet wird.
  • Orca und Meteora aus dem Solana-Ökosystem gehören mit fast 40 Prozent Zuwachs zu den größten Gewinnern der Woche.
  • Bei Meteora führte aggressives Kaufverhalten eines großen Investors zu einem Short Squeeze, nachdem viele Trader versucht hatten, die Bewegung zu shorten.
  • Starknet verzeichnete 60 Prozent Zuwachs aufgrund von Spekulationen, dass sie Privacy-Technologie entwickeln und als 'privates Ethereum' positioniert werden sollen.
  • LayerZero hat seit dem Podcast-Call als 'Hidden Champion' bereits über 100 Prozent Zuwachs verzeichnet.
1:14

Bunker Mode: KI-Fortschritte und Quantum-Bedrohungen für Kryptographie

Der Kursrückgang wurde durch erneuerte Besorgnis über KI-Fortschritte und Quantencomputer-Bedrohungen für die Kryptographie ausgelöst, da Experten befürchten, dass kryptografische Algorithmen möglicherweise schneller als bisher angenommen geknackt werden könnten. Die empfohlene Gegenmaßnahme besteht darin, Assets regelmäßig auf neue, ungenutzte Wallets zu verschieben, wobei jedoch unklar bleibt, ob individuelle Sicherheitsmaßnahmen bei einem systemweiten Problem helfen.

  • OpenAI kündigte große Fortschritte im Bereich Mathematik an und konnte Probleme lösen, die zuvor relativ lange Zeit ungelöst waren oder lange zur Lösung brauchten.
  • Joseph Lubin verschob ETH im Wert von 300 Millionen Dollar von einer Wallet auf eine andere, was Aufmerksamkeit erregte.
  • Ein ehemaliger Researcher der Ethereum Foundation rief den 'Bunker Mode' aus und warnte, dass KI-Fortschritte die Kryptographie hinter Bitcoin bereits in weniger als einem Jahr brechen könnten, lange vor dem gefürchteten Q-Day.
  • Das Kernproblem liegt darin, dass bei jeder signierten Transaktion der Public Key publiziert wird und Algorithmen möglicherweise in überschaubarer Zeit den Private Key daraus berechnen können, während dies früher über 100 Jahre gedauert hätte.
  • Der 'Bunker Mode' empfiehlt, Assets auf neue Wallets zu verschieben, mit denen noch nie eine Transaktion signiert wurde, und nach jeder Nutzung die verbleibenden Assets erneut auf frische Wallets zu bewegen.
  • Vitalik Buterin relativierte die Sorgen, bestätigte aber die realen Probleme und verwies auf aktive Arbeiten an Upgrades auf neue Kryptographie in verschiedenen Blockchain-Ökosystemen.
  • Bitcoin hat das größte Risiko bei Quantum-Bedrohungen, da es dezentraler gemanagt wird als Smart Contract Blockchains mit aktiven Foundations wie Solana oder Ethereum.
  • Das Problem alter Bitcoin-Wallets wie Satoshis Wallet besteht darin, dass dort keine Upgrades mehr durchgeführt werden können, was bei einem Krypto-Upgrade zu indirekten 'Steuern' auf alle anderen Bitcoin-Besitzer führen könnte.
  • Zcash verkaufte trotz seiner Positionierung als quantum-sicheres und privates Bitcoin stark ab, obwohl Quantum-Risiken theoretisch für mehr Nachfrage hätten sorgen können.
  • Der Q-Day wird für etwa 2036 erwartet, aber KI-Fortschritte könnten die Timeline deutlich verkürzen.
14:22

Samsung Galaxy: Native Stablecoin-Wallet für US-Nutzer

Samsung hat diese Woche eine native USDC-Stablecoin-Wallet für alle Galaxy-Nutzer in den USA freigeschaltet, wodurch Zahlungen direkt ohne zusätzliche App möglich werden, während Apple typischerweise erst später ähnliche Technologien übernimmt. Die native Integration von Stablecoins in Smartphones gilt als Schlüssel zu ihrer stärkeren Marktadoption.

  • Samsung hat für alle Galaxy-Nutzer in den USA eine native Stablecoin-Wallet freigeschaltet.
  • Die Integration umfasst zunächst USDC-Payments und eine USDC-Wallet direkt im Samsung-Handy.
  • Nutzer müssen keine zusätzliche App installieren, da die Stablecoin-Funktionalität in der Samsung Wallet integriert ist.
  • Apple hat bisher keinen entsprechenden Schritt unternommen und beobachtet zunächst die Marktentwicklung.
  • Samsung und andere Android-Anbieter treiben typischerweise Innovationen voran, die Apple dann 2-3 Jahre später übernimmt.
  • Die native Integration von Stablecoins in Smartphones könnte die Adoption stark steigern, wenn alle Hersteller diesem Beispiel folgen.
34:40

Blast und Abstract Chain schließen: Layer-2-Konsolidierung im Ethereum-Ökosystem

Das Kapitel behandelt die Konsolidierung im Ethereum-Layer-2-Ökosystem, wobei die Schließungen von Blast und Abstract Chain als gesunde Marktbereinigung bewertet werden, da von über 100 existierenden Layer-2-Lösungen maximal 10 wirklich notwendig sind. Der Sprecher sieht die Marktentwicklung positiv, da unnötige Projekte, die durch Token-Launches spekulativen Hype erzeugten, nun vom Markt verschwinden.

  • Abstract Chain, eine Ethereum Layer 2 von Luca Netz (bekannt durch Pudgy Penguins), wurde Ende 2024/Anfang 2025 gelauncht und macht nun wieder dicht.
  • Blast, ebenfalls eine Ethereum Layer 2, stellt in derselben Woche den Betrieb ein.
  • Auf L2Beat werden aktuell 21 Rollups und 75 weitere Layer-2-Lösungen angezeigt, insgesamt gibt es an die 100 Layer-2s im Ethereum-Ökosystem.
  • Bei Blast haben Investoren durch den Kauf des Tokens teilweise Geld verloren, da das Projekt mit entsprechenden Marketingkampagnen beworben wurde.
  • Die Marktkonsolidierung wird als positiv bewertet, da maximal 10 der existierenden Layer-2-Lösungen tatsächlich benötigt werden.
  • Pudgy Penguins handeln aktuell bei einem Floor Price von 2,8 ETH, nachdem sie vor dem Token-Airdrop auf fast 20 ETH gestiegen waren.
  • Der Pudgy Penguins Airdrop hatte einen Wert von etwa 30-50% des NFT-Wertes zum Zeitpunkt der Verteilung.
36:47

Polymarket: Poly Asset statt Token-Launch enttäuscht Community

Polymarket kündigte statt eines erwarteten Tokens ein Poly Asset an – eine tokenisierte Aktie des Unternehmens – was die Community enttäuschte, da viele auf einen klassischen Token-Launch und mögliche Airdrops gehofft hatten. Das Modell verzichtet auf einen blockchain-nativen Token und tokenisiert stattdessen Eigenkapital, wobei regulatorische Hürden eine schnelle Umsetzung verhindern.

  • Auf der Token 2049 gab es Spekulationen um einen Polymarket-Token, nachdem der Gründer auf Twitter entsprechende Andeutungen gemacht hatte.
  • In einem Interview auf der Token 2049 sorgte der Polymarket-Gründer Shayne für große Enttäuschung in der Community, da er keinen klassischen Token ankündigte.
  • Statt eines traditionellen Tokens sprach Shayne über ein 'Poly Asset', was auf eine Tokenisierung des Polymarket-Equities hindeutet.
  • Polymarket erwägt möglicherweise einen klassischen Börsengang anstelle eines Token-Launches, basierend auf den jüngsten Finanzierungsrunden und Investoren.
  • Eine mögliche Strategie wäre die Tokenisierung der Polymarket-Aktien, wodurch das Equity on-chain handelbar würde.
  • Theoretisch könnte Polymarket neue Equity-Anteile schaffen und diese als Airdrop an Nutzer verteilen, ähnlich wie bei Mitarbeiter-Aktienoptionen.
  • Die aktuelle Regulierung macht eine einfache Equity-Tokenisierung schwierig, da dies wieder die Frage aufwirft, ob es sich um ein Wertpapier oder einen Token handelt.
  • Viele Nutzer hatten auf einen kurzfristigen Token-Launch und möglichen Airdrop gehofft und sind daher enttäuscht.
  • Ein Polymarket-Token oder tokenisiertes Equity ist frühestens für 2025 zu erwarten, nicht in den nächsten drei Monaten.
43:31

Citrini Research Portfolio: Die Citrini-Candle und Derive-Pump

Das Kapitel behandelt Citrinis Research Portfolio und die Bedeutung von Hyperliquid für den Optionsmarkt, wobei der Sprecher Derive als größte Position im Citrini Krypto-Basket identifiziert und während eines Markt-Selloffs eine starke Kursperformance ("Citrini-Candle") beobachtet. Darüber hinaus werden Bewertungsfragen von Krypto-Assets diskutiert und relevante Akteure wie Circle, Coinbase, Robinhood und Bullish im Ökosystem analysiert.

  • Jeff, der Gründer von Hyperliquid, machte auf der Token 2049 kryptische Aussagen zum Thema Optionen und erwähnte, dass Optionen in TradFi extrem groß seien und es interessant wäre, wenn dieser Markt onchain käme.
  • Medienberichte über Hyperliquids möglichen Einstieg in den Optionsmarkt führten zu einem Kursrückgang bei Derive, was als Kaufgelegenheit genutzt wurde.
  • Das Research House Citrini unter James (mit niederländischem Hintergrund) hat sich durch frühe NVIDIA-Calls 2023 und AI Build Out-Reports einen Namen gemacht.
  • Citrini wurde zusätzlich bekannt durch einen AI Doomsday-Artikel, der im Wall Street Journal oder der New York Times zitiert wurde, und durch das Entsenden eines Analysten in den Oman während der Eskalation in der Straße von Hormus im März.
  • Citrini veröffentlichte eine Liste ihrer aktuellen Krypto-Assets, wobei Derive als Position 1 und größte Position gelistet war.
  • Die Veröffentlichung der Citrini-Liste führte zu einem starken Kursanstieg bei Derive während des allgemeinen Markt-Selloffs - der sogenannten 'Citrini-Candle'.
  • In der Equity-Liste von Citrini befinden sich Circle, Coinbase, Robinhood, Bullish, der Hyperliquid ETF, Wisdom Tree und BlackRock.
  • Die Citrini-Liste wird als Ausgangspunkt genutzt, um die Community-Frage zu beantworten, warum Near anhand von Cashflows bewertet wird, während bei Ethereum andere Bewertungsmaßstäbe angelegt werden.
47:52

Token-Bewertung: Warum Near anders bewertet wird als Ethereum

Das Kapitel behandelt die unterschiedlichen Bewertungsmethoden für Krypto-Assets und erklärt, warum Token wie Near anhand von Cashflows bewertet werden, während Ethereum als potenzielles Store-of-Value-Asset eine andere Bewertungsmethodik rechtfertigt. Die zentrale Erkenntnis ist, dass Krypto-Assets in zwei Kategorien fallen – Money/Store-of-Value-Assets (wie Bitcoin) und Revenue-generierende Protokolle (wie Near) – deren Bewertung auf fundamentalen unterschiedlichen Annahmen basiert.

  • Julius Nagel unterscheidet grundsätzlich zwei große Kategorien von Krypto-Assets: Money-Assets wie Bitcoin, die eine Store-of-Value-Funktion erfüllen, und Assets mit fundamentalem Wert durch klassische Geschäftsmodelle.
  • Bei Zcash führte ein Repricing von 50 auf 1500 Dollar dazu, dass statt 5 Prozent nun etwa 20-25 Prozent der Investoren es als Store-of-Value-Asset betrachten.
  • Ethereum wird als Money-Asset eingestuft, das möglicherweise Moneyness-Eigenschaften besitzt, während Near eindeutig in die Kategorie der fundamental bewertbaren Assets fällt.
  • Die zweite Kategorie umfasst etwa 20-30 investierbare Tokens mit mindestens 50-100 Millionen Dollar Marktkapitalisierung, die Umsätze generieren und Value Accrual für Token-Holder bieten.
  • Citrinis Portfolio fokussiert sich fast ausschließlich auf fundamental bewertbare Assets mit Derive, Lido und Ether.fi als Top-Positionen mit jeweils 10 Prozent Gewichtung.
  • Interessant ist, dass Citrini im Solana-Ökosystem direkt Solana wählte, während im Ethereum-Ökosystem einzelne DeFi-Tokens wie Uniswap, Aave und Aerodrome bevorzugt wurden.
  • Derive ist trotz einer Bewertung von knapp 500 Millionen Dollar und weniger als 10 Millionen Euro Jahresumsatz in der Liste, was erhebliche Wachstumsfantasie erfordert.
  • Near wird anhand von Geschäftsmodellen rund um Intents und die Near.com App bewertet, wobei das AI-Business einen großen Teil der aktuellen Bewertung rechtfertigen muss.
  • LayerZero wandelt sich gerade von einem nicht-investierbaren zu einem investierbaren Asset für Fonds, was zu dem beobachteten starken Repricing führte.
54:14

Alpha im Kryptomarkt: Research-Strategien für ineffiziente Märkte

Der Kryptomarkt bietet trotz teilweiser Ineffizienz Alpha-Potenziale, die durch gründliche Research zu spezifischen Projekten und strategische Positionierungen wie Relative-Value-Trades erschlossen werden können, wobei jedoch externe Faktoren wie Bitcoin-Bewegungen und geopolitische Ereignisse erhebliche Risiken darstellen. Die Bewertung von Token erfordert nicht monatelange Recherche, sondern kann durch gezielten Kontakt mit Teams und Analysten in wenigen Tagen fundiert erfolgen.

  • Julius betont, dass es nach wie vor Alpha im Kryptomarkt gibt, wenn man bereit ist, entsprechenden Research zu betreiben.
  • Am Beispiel Ether.fi erklärt er, dass wahrscheinlich weniger als 100 Leute das Geschäftsmodell wirklich verstehen und die Wachstumszahlen modellieren können.
  • Für fundiertes Research reichen bereits wenige Tage intensiver Beschäftigung mit einem Projekt, inklusive direktem Kontakt zum Team über Discord oder Telegram.
  • Derive wird als Beispiel für einen stark unterbewerteten Token genannt, der letztes Jahr 'krank abverkauft' war, obwohl der Options-Markt nicht klein ist.
  • Der Kryptomarkt wird als teilweise relativ ineffizient beschrieben, wodurch sich Research-basierte Investments lohnen können.
  • Als Hauptrisiko wird die Abhängigkeit von externen Faktoren genannt - selbst unterbewertete Token können bei Markteinbrüchen 50-70% fallen.
  • Derive brauchte fast ein Jahr, bevor es sich nach oben bewegte, was zeigt, dass der Markt Zeit braucht, um Thesen zu verstehen.
  • Als Alternative zu direkten Investments werden Pair Trades vorgeschlagen, um relative Outperformance zu handeln ohne auf absolute Kursbewegungen angewiesen zu sein.
1:07:27

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