ACNM

9 Kapitel

Risikohinweis und Podcast-Einleitung

Der Podcast gibt einen Risikohinweis ab, dass die Inhalte nur zu Informationszwecken dienen und keine Anlageberatung oder Kaufempfehlung darstellen, während die Hosts möglicherweise eigene Positionen in besprochenen Finanzinstrumenten halten.

  • Die Episode beginnt mit einem standardisierten Risikohinweis, der klarstellt, dass die Podcast-Inhalte ausschließlich der allgemeinen Information dienen und ohne Gewähr sind.
  • Der Risikohinweis betont explizit, dass es sich nicht um Empfehlungen zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente oder Kryptowährungen handelt.
  • Es wird darauf hingewiesen, dass die Podcast-Hosts oder Gäste unter Umständen Positionen in den besprochenen Finanzinstrumenten oder Kryptowährungen haben.
  • Der Disclaimer stellt klar, dass es sich nicht um Anlageberatung handelt und die Hörer selbst entscheiden müssen.
  • Es handelt sich um Folge 222 von 'Alles Coin, Nichts Muss'.
  • Julius erwähnt, dass er bereits ins Skript geschaut hat und über beide Backen grinst, weil er einen Namen dort nicht entdecken konnte.
  • Der nicht erwähnte Name ist Michael Saylor und MicroStrategy, was als positives Zeichen für neue Themen gewertet wird.
0:00

Marktüberblick: MicroStrategy-Erholung und Bitcoin bei 62.000 Dollar

MicroStrategy und Bitcoin stabilisieren sich nach Marktturbulenzen: Bitcoin notiert bei knapp 62.000 Dollar und hält trotz mehrfacher Abverkaufsversuche über 58.000 Dollar, während MicroStrategy seit dem 20. November 73 Prozent gegenüber Bitcoin verloren hat, aber reflexive Effekte in Bullenmärkten starke Aufwärtsbewegungen ermöglichen können. Im DeFi- und Solana-Sektor zeigen sich Erholungstendenzen mit Gewinnen bei Projekten wie Derive (35 Prozent)

  • Die MicroStrategy-Sorgen haben sich beruhigt, der MSTR-Kurs steht wieder bei 87 Dollar nach dem vorherigen Absturz.
  • Das Konkurrenzprodukt SATA von Strive, das eine ähnliche Treasury-Strategie verfolgt, ist von 80 auf 97 Dollar gestiegen und nähert sich wieder der anvisierten 100-Dollar-Marke.
  • Das MicroStrategy-Bitcoin-Ratio ist seit dem 20. November 2024 um 73 Prozent gefallen, nachdem es zuvor von Januar bis November 2024 um 300 Prozent gestiegen war.
  • Bitcoin fiel Anfang der Woche auf neue Tiefs von 58.000 Dollar, konnte aber trotz ETF-Outflows und Saylor-Ängsten nicht unter die 59.000-58.000 Dollar Marke durchbrechen.
  • Bitcoin steht aktuell bei knapp 62.000 US-Dollar nach einem deutlichen Bounce, nachdem sieben Tage lang Ausbruchsversuche nach unten gescheitert waren.
  • Solana zeigt relative Stärke und steht bei 81 Dollar, nachdem es sein Low bereits im Juni bei 60-61 Dollar gemacht hatte und sich zuletzt gut bei 70 Dollar gehalten hat.
  • Der 'Solana Sommer' wird von Influencern und Krypto-Investoren auf Twitter ausgerufen, was sich in der Performance verschiedener Solana-Projekte widerspiegelt.
  • Bei den Gewinnern der Woche stehen Maple Finance mit 25 Prozent, Meteora und verschiedene Solana-Projekte sowie Derive mit 35 Prozent durch ihr Options-Geschäft auf Hyperliquid.
  • DYDX verlor 10 Prozent nach volatilen Bewegungen von 14 auf 25 Cent und zurück auf 12 Cent aufgrund enttäuschender News zur Robinhood Chain-Integration.
  • Die US-Märkte sind heute geschlossen, was bedeutet, dass ETF-Verkäufe erst wieder am Montag stattfinden können.
0:55

Robinhood Chain Launch: Vollgas ins Web3 mit Perps und 7% Tagesgeld

Robinhood startet seine eigene Ethereum Layer-2-Chain mit integrierten Produkten wie einem 7%-Savings-Account (via Morpho), Perpetual Futures und tokenisierten Aktien, um als erster klassischer Neo Broker kryptonativ in den DeFi-Sektor zu expandieren und damit Coinbase unter Druck zu setzen. Das Unternehmen monetarisiert dabei seine massive Userbase, indem es Krypto-Protokolle für Integrationen bezahlen lässt, und schafft sich langfristig ein eigenes kontrollierbares Ökosystem.

  • Robinhood kündigte vor fast einem Jahr an der französischen Küste in Cannes die Entwicklung einer eigenen Ethereum Layer 2 Blockchain an.
  • Die Robinhood Chain ist jetzt live und bietet eine tiefe Integration in das Robinhood-Produkt mit Wallet-Zugang zu verschiedenen On-Chain-Produkten.
  • Ein neuer Savings Account zahlt 7 Prozent Zinsen basierend auf einer Morpho-Integration, wobei Morpho dafür sehr viel Geld gezahlt hat.
  • Perpetual Futures werden über eine Leiter-Integration angeboten, speziell für Europäer und auf Commodities sowie Equities.
  • Der Leiter Token ist in den letzten Tagen stark gestiegen, vermutlich durch Frontrunning des Robinhood-Announcements.
  • Tokenisierte Aktien können gehandelt werden, allerdings ohne Anspruch auf das tatsächliche Underlying - es handelt sich um synthetische Werte mit Forderungen gegenüber einem amerikanischen Unternehmen.
  • KI-Agents für automatisches Research und Positionsaufbau wurden angekündigt, sind aber noch nicht live verfügbar.
  • Die eigene Blockchain ermöglicht Robinhood ein eigenes Ökosystem zu schaffen und Sequencer Revenue zu generieren, ähnlich wie Coinbase mit Base.
  • Perpetual Futures werden als besseres Produkt für Privatanleger eingeschätzt als Zero Day Options, da sie linearer und ohne Griechen funktionieren.
  • Traditionelle Neo-Broker lassen das Perps-Feld den Krypto-Unternehmen offen, obwohl es für Retailer ein einfacheres Produkt darstellt.
11:45

OpenUSD Konsortium greift Circle an: Stripe, Mastercard und Visa vereint

Das OpenUSD-Konsortium aus etablierten Finanzunternehmen wie Stripe, Mastercard und Visa bedroht Circles Geschäftsmodell durch einen neuen Stablecoin-Standard, der Minting und Redeeming kostenlos anbietet und Treasury-Erträge im Netzwerk verteilt, statt sie wie Circle einzubehalten. Circle verliert damit seinen bisherigen Wettbewerbsvorteil und muss sich der Konkurrenz in einem Payment-Markt stellen, der bislang als geschützte Wachstumschance galt.

  • Circle wurde vor einem Jahr vor dem IPO kritisch bewertet, die Aktie sollte ursprünglich bei 30-50 Dollar gelistet werden, ging dann bei 60 Dollar live und stieg innerhalb eines Monats auf 300 Dollar.
  • Die Circle-Aktie fiel bis Februar auf 45 Dollar zurück und notiert aktuell bei 64 Dollar, nachdem sie diese Woche stark gefallen ist.
  • Ein Konsortium aus Stripe, Mastercard, Visa und Coinbase hat den neuen Stablecoin-Standard OpenUSD angekündigt.
  • OpenUSD bietet kostenloses Minting und Redeeming von Stablecoins, während Circle dafür Gebühren verlangt.
  • Die Zinserträge aus den Treasury-Reserven (aktuell rund 3-4 Prozent) werden bei OpenUSD im Netzwerk verteilt statt an den Emittenten zu gehen, was Circles Haupteinnahmequelle angreift.
  • Circle verdient Geld durch das Halten von kurzfristigen Staatsanleihen für jeden geminteten USDC und streicht dabei rund 4 Prozent Zinsen ein.
  • OpenUSD zielt primär auf den Zahlungsverkehr ab, während Circle und Tether hauptsächlich im Krypto-Handel und auf Börsen stark sind.
  • Circle hat regulatorische Vorteile in Europa, wo Börsen Tether nicht listen können und deshalb auf USDC setzen, sowie eine starke Partnerschaft mit Coinbase.
  • Die negative Marktreaktion wird als gerechtfertigt eingeschätzt, da OpenUSD die Wachstumsvision von Circle im Payment-Bereich bedroht und einen ernst zu nehmenden Konkurrenten darstellt.
24:11

Hyperliquid Profit-Mythos: Sind 600 Millionen Dollar Revenue wirklich real?

Hyperliquids tatsächlicher monatlicher Profit liegt bei etwa 20 Millionen Dollar statt der beworbenen 50 Millionen, da 30 Millionen Dollar in Token-Emissionen für Validatoren fließen, doch die größere Kritik liegt in der Abhängigkeit von über 90 Prozent Revenue aus reinem Krypto-Trading und dem Wettbewerbsdruck durch etablierte Plattformen wie Coinbase und Robinhood. Hyperliquids Wachstum wird durch die Diversifizierung in andere Märkte wie Aktien und Commodities vorangetrieben.

  • Ein Analyst kritisiert die oft genannte Zahl von 600 Millionen Dollar Profit bei Hyperliquid, da von den monatlichen 50 Millionen Revenue etwa 30 Millionen für Token Emissions und Validator-Bezahlung abgezogen werden müssen, wodurch der echte ökonomische Profit bei etwa 20 Millionen pro Monat liegt.
  • Der Anteil von Real World Assets wie Gold, Equities und Einzelaktien am Hyperliquid-Handelsvolumen ist mittlerweile auf rund 30 Prozent angestiegen und war ein wichtiger Wachstumstreiber.
  • Der HYPE-Token-Preis hat sich von etwa 30 Dollar Anfang des Jahres auf 70 Dollar verdoppelt und liegt aktuell bei 65 Dollar, wobei dies primär auf eine Multiple Expansion zurückzuführen ist.
  • Die monatlichen Revenues von Hyperliquid schwankten lange zwischen 15 und 20 Millionen, schossen dann auf 50 Millionen hoch und liegen aktuell wieder bei etwa 35 Millionen.
  • Hyperliquid positioniert sich als Plattform-Infrastruktur, die von anderen integriert werden kann - Wallets wie Phantom und MetaMask haben bereits integriert und die größte afrikanische Kryptobörse baut ihr Produkt auf Hyperliquid-Basis.
  • Bei SpaceX Perps hatte Binance einen 60 Prozent Marktanteil und damit weitaus mehr Volumen als der entsprechende Hyperliquid Perp.
  • Das Hyperliquid-Team erhält einen relativ großen Teil der Token über Zeit-Vesting, wobei die Sorge vor aggressivem Token-Dumping als gering eingeschätzt wird, da das Team bisher großes Vertrauen aufgebaut hat.
31:03

Venice AI Unicorn-Bewertung: Token vs. echtes Eigenkapital Dilemma

Venice AI erreicht Unicorn-Status mit einer Milliarden-Dollar-Equity-Bewertung, während der Token bereits über einer Milliarde bewertet ist, was die Problematik von Doppelbewertungen aufzeigt: Alle Umsätze fließen ins Equity bei nur geringen Token-Buyback-Verpflichtungen, wodurch die hohe Token-Bewertung fragwürdig wird und das Dilemma zwischen traditioneller Equity-Finanzierung und Token-Modellen verdeutlicht.

  • Venice AI hat eine neue Finanzierungsrunde bekannt gegeben, in der das Unternehmen auf eine Milliarde Dollar bewertet wird und damit Unicorn-Status erreicht.
  • Der Venice-Token stieg zunächst stark an nach der Funding-Ankündigung, gab aber später wieder nach, als klar wurde, dass die Milliarden-Bewertung sich auf das Equity bezieht, nicht auf den Token.
  • Die Netzwerkbewertung des Venice-Tokens liegt bereits über einer Milliarde Dollar, was zu Diskussionen über die Bewertungslogik führt.
  • Venice AI als Company ist der größte Tokenholder und die neuen Equity-Investoren haben zusätzlich Token-Optionen erhalten, um Interessensalignment zu schaffen.
  • Die Umsätze von Venice fließen aktuell komplett ins Equity, während nur geringe Token-Buybacks committed sind, was die hohe Token-Bewertung fragwürdig macht.
  • Der Venice-Gründer wird als Bitcoin-OG beschrieben, der eigentlich die Crypto-Werte lebt, aber in diesem Fall einen Mittelweg zwischen Equity und Token eingeschlagen hat.
  • Alternative Strukturen wie Foundations mit Tochtergesellschaften würden es ermöglichen, komplett tokenbasiert zu operieren, wie es Protokolle wie Morpho vormachen.
40:28

Huma Finance bringt Factoring on-chain: Trade Financing mit 8-10% Rendite

Huma Finance bietet über die Blockchain ein Factoring-Protokoll an, das Unternehmen ermöglicht, ihre offenen Forderungen schneller zu monetarisieren, während Anleger durch die Bereitstellung von Liquidität attraktive Renditen von 8-10% pro Jahr erzielen können. Das Protokoll nutzt On-Chain-Infrastruktur und Stablecoins, um Ineffizienzen im grenzüberschreitenden Handel zu beheben und schafft dadurch mehr Transparenz und Echtzeit-Settlement als traditionelle Factoring-Anbieter.

  • Huma Finance expandiert von Solana in die Ethereum-Welt und spezialisiert sich auf Trade Financing durch Stablecoin Rails und globalen Kapitalzugang.
  • Das Protokoll fokussiert sich auf Cross-Border Financing und nutzt Ineffizienzen in bestehenden Märkten, die durch On-Chain-Ansätze und Realtime Settlement via Stablecoins besser gelöst werden können.
  • Huma erstellt Tokens (RWA-Token) als liquide Verbriefung von Forderungen auf der Blockchain, die in DeFi-Protokollen als Sicherheit für Darlehen verwendet werden können.
  • Das Trade Financing bietet Renditen von 8-10 Prozent jährlich für Liquiditätsanbieter, die durch einen Portfolioansatz verschiedene Forderungen poolen.
  • Nutzer können durch Looping-Strategien ihre Rendite auf 15-20 Prozent hebeln, indem sie sich gegen ihre Token-Positionen Darlehen nehmen.
  • Laut Gründer hatte Huma Finance bisher noch nie einen größeren Kreditausfall zu verzeichnen.
  • Das Protokoll ermöglicht Realtime-Transparenz über Forderungspositionen auf der Blockchain, im Gegensatz zu traditionellen Factoring-Anbietern.
  • Huma integriert sich mit großen Trade Financing- und Kreditkartenpartnern für hohes Volumen und begleicht offene Forderungen gegen Gebühren.
45:49

DefiLlama Updates: KI-Research Tool und Vault-Risiken sichtbar machen

DefiLlama hat ein KI-Research-Tool und ein Vault-Analyse-Tool veröffentlicht, die es Nutzern ermöglichen, schnell Geschäftsmodelle, Wachstumstreiber und vor allem versteckte Risiken von DeFi-Protokollen zu analysieren, indem sie nachvollziehen können, wo eingezahltes Geld tatsächlich fließt und welche Gegenparteien involviert sind. Diese Tools adressieren das Problem, dass die meisten Nutzer weder Zeit noch Wissen haben, um komplexe Abhängigkeiten in DeFi-Protokollen zu durchschauen.

  • DefiLlama hat eine eigene KI mit Chat Interface und API auf Basis ihres kompletten Datenschatzes gelauncht, die für Research-Zwecke genutzt werden kann.
  • Das KI-Tool liefert detaillierte Analysen zu Geschäftsmodellen, Kerntreibern, Wachstum und Risiken von Protokollen und erstellt Charts und Metriken für alle bei DefiLlama angebundenen DeFi-Protokolle.
  • DefiLlama hat ein neues Analysetool entwickelt, das End-to-End-Analysen von Vaults und Pools ermöglicht und zeigt, wo das Geld tatsächlich angelegt ist und welche Abhängigkeiten bestehen.
  • Das neue Vault-Analysetool macht Risiken sichtbar, die auf den ersten Blick nicht erkennbar sind, indem es Counterpartys und Abhängigkeiten in der DeFi-Welt transparent darstellt.
  • DefiLlama hat gestern das neue Tool zur Vault-Risikoanalyse vorgestellt, das Nutzern hilft, versteckte Risiken zu identifizieren, die möglicherweise nicht entsprechend bepreist werden.
  • Zusätzlich wurde ein MiCA-Tracker eingeführt, der zeigt, welche Börsen Lizenzen haben und wie ihre Gebührenstrukturen aussehen, nachdem sich einige Börsen aus Europa verabschieden mussten.
52:52

Podcast-Abschluss: Helium-Hausaufgabe und Community-Feedback

Das Kapitel behandelt den Abschluss des Podcasts mit einer Erinnerung an die Helium-Hausaufgabe und einer Aufforderung an die Hörer, Feedback über Discord und Social Media einzureichen sowie den Podcast durch Bewertungen, Shares und Empfehlungen zu unterstützen. Die Hosts verabschieden sich mit der Ankündigung, sich in einer Woche wiederzusehen.

  • Florian erinnert Julius an eine selbst gestellte Hausaufgabe von vor 2-3 Wochen, bei der Julius sich vorgenommen hatte, Helium im Detail zu analysieren.
  • Florian ist diese Woche erneut auf das Helium-Projekt gestoßen und schlägt vor, ein Update dazu in der nächsten Episode zu machen.
  • Die Hosts laden ihre Community ein, Themenwünsche, Kritik, Fragen oder Feedback über den Discord-Server zu senden, dessen Link in den Shownotes verfügbar ist.
  • Der Podcast ist unter dem Handle 'Alles Coin Unterstrich Pot' auf Twitter, Instagram und TikTok zu finden.
  • Die Hosts bitten um positive Bewertungen auf Apple und Spotify sowie um Likes und Follows auf YouTube, um das Wachstum ihrer Community zu fördern.
56:30

Kapitel

0:00
0:00